Geoinformatik

Visualisierung in Geo-Informationssystemen

Die Visualisierung nimmt im Bereich der Geo-Informationssysteme eine Schlüsselrolle ein. Man versteht unter Visualisierung ganz allgemein das Umwandeln symbolischer oder numerischer Information in visuelle Information wie Bilder, Grafiken und Karten. Visualisierung ermöglicht GIS-Anwendern das Erfassen komplexer, räumlicher Zusammenhänge und ist deswegen eine wichtige Voraussetzung für die korrekte Analyse einer Planungssituation und für das Treffen fundierter räumlicher Entscheidungen, wie z.B. bei der Standortwahl. Auch in der Präsentation und Kommunikation solcher räumlicher Entscheidungen und ihrer Hintergründe stellt die Visualisierung ein wichtiges Hilfsmittel dar.

3D-Fotomodelle (einer Kombination aus einem 3D-Oberflächenmodell bestehend aus Gelände- und Gebäudemodell, auf dem eine Fototextur aufgebracht ist) ermöglichen simulierte Spaziergänge (walk through) durch eine fiktive Stadt. Geometrie und Textur sind realistisch. Bei den 3D-Fotomodellen ist die Realität mit den Photonen der physikalischen Aufnahme eingefangen im Gegensatz zur “Virtual Reality”, die in Informatikkreisen vorangetrieben wird und die eine künstliche Textur mit Hilfe einer fiktiven Beleuchtung auf künstliche Oberflächen erzeugt. Dabei strebt man “fotorealistische” Welten an. Die 3D-Fotomodelle sind ein neues und sehr attraktives fotogrammetrisches Ergebnis.

3D-Fotomodelle können auch zu einem Gebäudeinformationssystem erweitert werden, indem man für die einzelnen Bauelemente, wie Fenster, Türen, Kamine, etc.  gebäuderelevante Sachdaten in eine Datenbank aufnimmt. Auf Grund der Tatsache, dass visuelle Informationen von Menschen in der Regel besser aufgenommen und verstanden werden, als Informationen in Form von Texten, numerischen Daten und Diagrammen bietet sich an, die Visualisierung als Kommunikationsmedium zur Vermittlung von Planung einzusetzen – insbesondere wenn deren Umsetzung sich auf das Landschaftsbild auswirkt.